Aufmerksamen Leser*innen wird der Titel dieses Beitrags bekannt vorkommen. Letztes Jahr war die gleichnamige Ausstellung für vier Wochen auf dem Sparkassenplatz zu sehen. Angesichts der Vielschichtigkeit der Lebensgeschichte von Leopold Stastny – der von 1965 bis 1968 den FC Wacker Innsbruck trainierte – hat das Organisationsteam rund um das Stadtarchiv Innsbruck und fairplay bereits damals angedacht, das Projekt fortzuführen.
Die Ausstellung angesichts der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada noch einmal zu zeigen, bot sich insbesondere aus zwei inhaltlichen Gründen an. Zum einen legte Leopold Stastny als Teamchef des Nationalteams (1968–1975) die Basis für die beiden WM-Teilnahmen des österreichischen Teams 1978/1982 zum anderen emigrierte die Familie ab den 1950er-Jahren nach Kanada, wo Stastny 1998 auch verstarb.
Wir freuen uns sehr, dass die letztjährige Ausstellung dieser Tage eine Nachwirkung bis über den großen Teich hinaus entfaltet:
Einerseits ist es uns (unser Dank geht an das Stadtarchiv Innsbruck) in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Botschaft in Ottawa und dem Austrian Cultural Forum gelungen, eine adaptierte englischsprachige Version der Ausstellung zu erarbeiten, die derzeit unter dem Titel „Leopold Stastny – Survivor, Visionary, Legendary Soccer Manager & Immigrant in Canada” im Austria Vancouver Club gezeigt wird.
Gleichzeitig ist die deutschsprachige Ausstellung des letzten Jahres in Zusammenarbeit mit der Olympiaworld auch in Innsbruck noch einmal zu sehen und zwar im Rahmen des Public Viewings in der Eishalle. Kleinere Fehler wurden korrigiert und zudem eine weitere Tafel zur Emigrationsgeschichte der Familie hinzugefügt. Sie beantwortet, warum es Leopold gerade nach Innsbruck verschlug und wie die Stastnys in Kanada landeten.
Ort: Olympiahalle Innsbruck
Öffnungszeiten: 11.06.-19.07.2026, ab ca. 1h vor Anpfiff der gezeigte Spiele
*Artikel geschrieben von Joachim Bürgschwentner (Stadtarchiv Innsbruck)
