Erinnern, Erkennen, Entgegentreten: Antisemitismus im Wiener Fußball
Um die bisher spärliche Behandlung des Themas Antisemitismus im österreichischen Fußball in ein breiteres Bewusstsein zu rufen, hat sich die fairplay Initiative am VIDC zum Ziel gesetzt, das Bildungsangebot im Anschluss an die Innsbrucker Ausstellung zu Leopold Stastny im Jahr 2025 nach Wien zu holen und sieben antisemitismuskritische Workshops durchzuführen. Aus den langjährigen Erfahrungen der Vermittlung diskriminierungskritischer und demokratiefördernder Bildungsmaßnahmen im und durch den Sport kennen und sehen wir die Leerstellen in diesem Bildungsbereich. Wir haben mit dieser Workshopreihe an diesem Problemfeld angesetzt und mit dieser zur Extremismusprävention in der Sportlandschaft und der Gesellschaft beigetragen. Das Projekt wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) gefördert und lief von 01.07.2025 - 31.08.2026.
Aufbauend auf das Workshopkonzept, welches ursprünglich für die Ausstellung “Superjuden” im Jüdischen Museum Wien 2023/24 konzipiert und für das Begleitprogramm der “Leopold Stastny Ausstellung” in Innsbruck 2025 adaptiert wurde, wurde das pädagogische Programm überarbeitet und an die Zielgruppe im Wiener Fußball angepasst. Neue Methoden zur historischen Auseinandersetzung prägender Vereine und Persönlichkeiten, wurden dem Workshopkonzept hinzugefügt.
Neben Workshops mit Multiplikator*innen im Sport im Rahmen der Tagung “Haltung zeigen im Sport - Gemeinsam gegen Extremismus” im Dezember 2025 konnten drei Workshops im Rahmen des Integrationsfestivals „Von Kabul bis Wien“, organisiert vom Verein Neuer Start, durchgeführt werden. Im August 2026 hielten die fairplay Workshopleiter*innen auch drei Workshops beim Mädchenfußballverein ASK Erlaa Torpedo 03 ab. Ingesamt wurden über 120 Personen erreicht, die die fairplay Antisemitismus Workshops besuchten.
Wir bedanken uns bei der ÖGPB für die Projektunterstützung und freuen uns, auch zukünftig Vereine im Wiener Fußball mit Workshops besuchen zu dürfen.
