Das Realisieren der Menschenrechte ist ein globales Anliegen. Dies betrifft sämtliche gesellschaftliche Bereiche, so auch den Sport. Gleichzeitig hat die Kritik an Menschenrechtsverletzungen etwa im Rahmen von Sportgroßereignissen in den letzten Jahren enorm zugenommen. Angeprangert werden Vertreibungen von benachteiligten Wohnbevölkerungen, inhumane Arbeitsbedingungen an WM-Baustellen, Diskriminierung von Schwulen und Lesben in den Austragungsländern, oder Kinderarbeit bei der Produktion von Sportartikeln. Vor dem Hintergrund von Korruptionsvorwürfen in führenden internationalen Sportverbänden leidet die Legitimität des Sport.

Gerade der Sport hat aber auch das Potenzial, positiv auf Menschenrechte einzuwirken. Aufgrund seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung, seiner inklusiven Potenziale und Werte hat die Sportbewegung die Möglichkeit, bei der Realisierung einer Kultur der Menschenrechte voranzugehen, im Rahmen von Sportgroßereignissen, aber auch auf nationaler und alltäglicher Vereinsebene.

Die Arbeitsgruppe Sport und Menschenrechte wurde 2015 vom Sportministerium ins Leben gerufen. Insbesondere geht es darum, durch die AG ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Akteur_innen des österreichischen Sports und Menschenrechtsorganisationen sollen durch diese Plattform miteinander in Kontakt treten und voneinander lernen, um menschenrechtliche Herausforderungen und Potenziale in Angriff zu nehmen und nationale Standpunkte – auch für die internationale Ebene – abzugleichen.

Die fairplay-Aktivitäten im Rahmen der „AG Sport und Menschenrechte“ werden maßgeblich vom Bundesministerium Öffentlicher Dienst und Sport (BMÖDS) gefördert.

Aktuelle Informationen finden Sie unter www.sportundmenschenrechte.at.