Österreichs Fußball für Vielfalt

Gemeinsame Presseaussendung von Bundesliga, ÖFB + der fairplay Initiative zum Start der Aktionswochen 2019.

(C) SV Horn: SV Horn + FC Wacker Innsbruck "Gemeinsam gegen Homophobie" in der Aktionswoche 2018
Bierdeckel Gemeinsam gegen Homophobie

Der österreichische Fußball setzt sich in den fairplay Aktionswochen für Vielfalt ein – und setzt klare Zeichen für Respekt, Toleranz und Miteinander.

Im Oktober finden europaweit die 20. Aktionswochen für Vielfalt im Fußball statt. Fußballvereine, Fans und Initiativen zeigen von 10. bis 27. Oktober, dass Fußball ein Sport für alle ist – egal welcher Herkunft, Hautfarbe, welchen Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung.

In Österreich organisiert und koordiniert die fairplay Initiative die Aktivitäten mit Unterstützung des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) und der Österreichischen Fußball-Bundesliga (ÖFBL).

Gemeinsam aktiv werden

Vereine, Fans, Spieler und Spielerinnen, Trainer und Trainerinnen, Funktionäre und Funktionärinnen und sind dazu aufgerufen, für Vielfalt und gegen jede Art von Diskriminierung, Rassismus und Homophobie am Spielfeld, im Stadion und in der Gesellschaft einzutreten.

Jeder Verein kann bei den Aktionswochen Zeichen für Vielfalt setzen: Durch das Online-Stellen des gemeinsamen Banners, das Tragen der Kapitänsschleife in Regenbogenfarben oder Aktionen am Matchtag. Auch jede und jeder Einzelne kann etwas tun, zum Beispiel ein Selfie mit der Aktionskarte „Gemeinsam gegen Homophobie“.

„Der Fußball und die Österreichische Fußball-Bundesliga haben eine Vorbildfunktion und nehmen eine Vorreiterrolle in der Gesellschaft ein. Wir stehen für Vielfalt, Inklusion und Toleranz. Mit unserem Engagement im Rahmen der jährlichen Aktionswochen wollen wir zeigen, dass der Fußball so bunt wie das Leben ist“, sagt Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer.
 
Das erste sichtbare Zeichen der diesjährigen Aktionswochen wird beim Länderspiel gegen Israel im Rahmen der UEFA-Kampagne #equalgame gesetzt. Die Profivereine der Tipico Bundesliga und der HPYBET 2. Liga widmen die Spiele der 11. Spielrunde (18.-20. Oktober) dem Einsatz für Vielfalt im Fußball. Am gleichen Wochenende sind auch die Vereine der Planet Pure Frauen Bundesliga aktiv.

Auch viele Amateurvereine in ganz Österreich sind mit dabei. „Dass immer mehr Basisvereine mitmachen, finden wir besonders wichtig, da hier oft abseits des Rampenlichts einerseits so viel gute Arbeit geleistet wird und gleichzeitig Alltagsdiskriminierung passiert, die wenig sanktioniert wird“, meint Nikola Staritz von der fairplay Initiative.

Fußball für alle

Fußball soll ein Ort sein, an dem allen Menschen mit Respekt begegnet wird. Manchmal ist die Realität aber anders: rassistische Beschimpfungen, homophobe Gesänge oder sexistische Kommentare sind auf den Sportplätzen und Tribünen immer noch vorhanden. Dem gilt es gemeinsam und auf allen Ebenen entgegenzuwirken.

„Der ÖFB ist bestrebt ein Umfeld mitzugestalten, in dem alle Menschen ungeachtet von Herkunft, Geschlecht oder Sexualität offen aufgenommen und integriert werden. Als größter Sportfachverband Österreichs steht der ÖFB für Vielfalt, Toleranz und Integration in allen Bereichen der Gesellschaft“, sagt ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner.

Ein wichtiger Schritt zum Abbau von Diskriminierung ist die Etablierung der „Ombudsstelle Homophobie“, die vom ÖFB und ÖFBL im Juni 2019 ins Leben gerufen wurde. Oliver Egger, der Obmann des Vereins „Fußball für Alle“ meint dazu: „Homophobie ist keine Meinung und deshalb genauso verachtenswert wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und jegliche andere Diskriminierungsform und sollte in Österreichs Fußballstadien keinen Platz mehr haben. Die Aktionswoche sollte Ansporn für alle Vereine sein, dass sie sich ganzjährig für eine positive Stimmung im Stadion und im Verein einsetzen, damit sich wirklich alle Menschen willkommen und akzeptiert fühlen, egal wen sie lieben.“

 

Die fairplay Aktionswochen werden durch das Sportministerium, die Stadt Wien und das ERASMUS+ Programm der Europäischen Union im Rahmen des Outsport-Projekts gefördert und vom FARE Netzwerk, der UEFA und der Vereinigung der Fußballer unterstützt.