Menschenrechte und Spielertransfers

Bei internationalen Spielertransfers werden die Rechte von Spielern oft verletzt. Dafür verantwortlich sind verschiedenste Akteure der Fußballindustrie. Die fairplay Initiative legt nun eine Analyse vor, die die Thematik aus menschenrechtlicher Perspektive beleuchtet. Diese legt klare Verantwortungen fest und hat das Potenzial, rechtliche Lücken zu schließen.

Zur Online-Version der Analyse geht es hier.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Profisport zu einer massiven internationalen Finanzindustrie entwickelt, und der Fußball steht an der Spitze dieser Industrie. Fußballligen generieren enorme Einnahmen durch den Verkauf von TV-Rechten, Vereine werden zu trans-nationalen Unternehmen und Spieler werden zu bewunderten Marken ihrer selbst.

Diese Entwicklungen führen zu zwei Phänomenen: Junge Fußballer aus der ganzen Welt versuchen eifrig, in die großen Fußballligen Europas einzusteigen, und Fußballvereine dieser Ligen spannen globale Netzwerke, um junge Talente zu suchen.

Diese Phänomene führen jedoch auch dazu, dass ernsthafte menschenrechtliche Risiken auftreten und leider auch viele Menschenrechtsverletzungen vorkommen, vor allem bei transkontinentalen Transfers und im Besonderen in Bezug auf minderjährige Fußballer.

Ein menschenrechtlicher Blick auf Fußballtransfers wurde bisher dringlich vermisst, zugleich hat er enormes Potenzial, eine große Lücke zu schließen. Er weist Risiken und Verletzungen auf und schafft klare Verantwortungen der involvierten Akteure.

Die vorliegende Analyse ist ein erster Schritt in Richtung „faire Transfers“, in Richtung einer Transferethik, die internationalen Menschenrechtsstandards gerecht wird und globalen Ungleichheiten entgegenwirkt.

Die vorliegende Analyse wurde von Martin Kainz er­arbeitet. Maßgeblich gefördert wurde sie von der Aust­rian Development Agency (ADA).

Für ein Print-Exemplar der Analyse kontaktieren sie bitte fairplay [AT] vidc [DOT] org.