Testimonialvideo: Sport und Menschenrechte

Kurzvideo in dem prominente Sportler wie Rapid-Legende Steffen Hofmann und Surf-Olympiasieger Christoph Sieber, sowie Vertreter_innen von Sportverbänden und NGOs zu Wort kommen.

Neues Video zu Sport und Menschenrechte

In den letzten Jahren hat die öffentliche Kritik an Menschenrechtsverletzungen bei Sportgroßereignissen enorm zugenommen. Andererseits hat die Sportbewegung aufgrund seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung, seiner inklusiven Potenziale und Werte die Möglichkeit, bei der Realisierung einer Kultur der Menschenrechte voranzugehen, im Rahmen von Sportgroßereignissen, aber auch auf alltäglicher Vereinsebene.

Durch die Schaffung der Arbeitsgruppe (AG) Sport und Menschenrechte im Sportministerium soll eine nachhaltige Sensibilisierung der Sport-Community erfolgen.

Um die Aufgaben und Zielsetzungen der Arbeitsgruppe besser nach außen hin zu transportieren hat fairplay-VIDC ein Testimonialvideo für Sport und Menschenrechte in Kooperation mit Alserkind Multimedia produziert. In dem 3:44 langen Video kommen RepräsentantInnen der BSO (Rainer Rösslhuber), ÖOC (Christoph Sieber), ÖPC (Petra Huber), Südwind (Konrad Rehling) und fairplay-VIDC / Altera Porta (Franziska Temper) sowie Steffen Hofmann vom SK Rapid Wien zu Wort.


Arbeitsgruppe Sport und Menschenrechte

Um Themen wie faire Beschaffung von Sportartikeln oder soziale Nachhaltigkeit von internationalen Sportevents zu behandeln, wurde 2015 die Arbeitsgruppe (AG) Sport und Menschenrechte im Sportministerium ins Leben gerufen. Diese Plattform fördert die Vernetzung des organisierten Sports mit ExpertInnen aus dem Menschenrechtsbereich. Zu den ständigen Mitgliedern der AG gehören neben Sport(-Fach) Verbänden wie der BSO oder dem ÖFB auch NGOs wie Südwind oder die fairplay Initiative. Der heimische Breiten- und Spitzensport soll dabei mittelfristig ein europäisches Beispiel für vorbildliche Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsstandards werden. Kommende Sportgroßereignisse in Österreich bieten sich an, konkrete Vorschläge in die Praxis umzusetzen.

Testimonialvideo Sport und Menschenrechte

Steffen Hofmann, Ehrenkapitän SK Rapid Wien, zur Verbindung zwischen Sport und Menschenrechten und der Vorbildwirkung von SportlerInnen:

„Ich glaube, dass es viele Verbindungen zwischen Sport und Menschenrechten gibt. Ich glaube, dass der Sport eine wichtige Vorbildwirkung hat, und dadurch das wir Spieler in der Öffentlichkeit stehen, ist es ganz wichtig, dass wir als gutes Vorbild vorangehen und wir haben da natürlich eine große Außenwirkung.“

Franziska Temper MA, Sport und Menschenrechtsexpertin bei fairplay-VIDC, über den Sport als Spiegelbild der Gesellschaft und gemeinsamen Grundprinzipien:

„Sport und das sagt man sehr sehr oft, ist ein Spiegelbild der Gesellschaft und deshalb sind auch dort Grundprinzipien wie Respekt und ein friedvoller Umgang miteinander sehr wichtig.“

Christoph Sieber, Olympiasieger von 2000 und Leiter der Abteilung Sport beim ÖÖC betont die Bedeutsamkeit von Menschenrechten im Sport und die steigende Relevanz von Menschenrechten im Sport:

„Die Menschenrechte im und durch den Sport einzuhalten ist natürlich Grundbedingung für den Sport an sich. Man merkt sicher eine Entwicklung und auch eine steigende Relevanz rund um das Thema Sport, Menschenrechte und Nachhaltigkeit. Erstmals haben wir bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris einen Menschenrechtsparagraphen verankert, im Veranstaltungsvertrag. Das ist natürlich ein deutliches Zeichen in welche Richtung es gehen muss.“


Mag.a Petra Huber, Generalsekretärin des ÖPC, über den Zusammenhang von Sport und Menschenrechten:

„Ich denke mir die Grundprinzipien der Menschenrechte und die Grundprinzipien des Sports sind Eines, sind eng miteinander verbunden. Es geht das Eine nicht ohne das Andere. Das ist auch ganz wichtig, wenn es um Chancengleichheit geht, um Barrierefreiheit, um Respekt voreinander. Das sind ganz wesentliche Aspekte.“

Mag. Rainer Rößlhuber, Geschäftsführer der BSO, zum Zusammenspiel von Sport und Menschenrechten und die Aufgabe der BSO:

„Der Sport ist ein Gesellschaftsbereich von vielen und die Menschenrechte haben Geltung für alle Gesellschaftsbereiche und daher natürlich genauso für den Sport. Das ist unsere Aufgabe als Serviceorganisation des österreichischen Sports hier Angebote zu liefern, und den Vereinen, den vielen freiwilligen, es leicht zu machen Menschenrechte im Sport zu leben und hier Angebote wahrzunehmen.“

 

Konrad Rehling, Südwind Projektleitung „Make Fruit Fair“und involviert im Projekt „Our Game- Unser Spiel für Menschenrechte“ zu Menschenrechtsverletzungen bei Sportgroßveranstaltungen und der steigenden Relevanz des Themas im Allgemeinen:

„Es gibt Menschenrechtsverletzungen im Rahmen von Sportgroßereignissen, die unzählig sind in den letzten Jahrzehnten. Ich sehe das Thema Sport und Menschenrechte vor allem auf internationaler Ebene mit einer steigenden Relevanz begriffen. Man kann erkennen das sehr große Sportverbände, zum Teil vielleicht auch durch Druck aufgrund von NGOs, in der Zwischenzeit begonnen haben, Nachhaltigkeits- und auch Menschenrechtskriterien in ihre Ausschreibungsbedingungen aufzunehmen.“

Das Video findet ihr auf unserem Youtube Channel oder auf sportundmenschenrechte.at.