FARE beim Africa Cup of Nations in Ghana

Gleichzeitig mit dem 26. Africa Cup of Nations wurde im SOS Kinderdorf in Tema das viertägige Turnier "Football for Peace and Development & Games Festival" abgehalten.

Abedi Pele und Segun Odegbami beim FARE-Stand in Tema/Ghana.

Abedi Pele und Segun Odegbami besuchen den FARE-Stand von FairPlay-Mitarbeiter Bella B. Bitugu.

Während des Festivals betrieb das europäische Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) einen Informationsstand, um mit den teilnehmenden Kindern in Kontakt treten und ihnen die Kraft des Fußballs vermitteln zu können, Menschen zu verbinden und Diskriminierung und Ausschluss zu überwinden. Zum ersten Mal wurde die Ausstellung von FARE-Partner Football Unites, Racism Divides (FURD) über das Leben Arthur Whartons, des ersten afrikanischen Profifußballers, der in "Gold Coast" (das heutige Ghana) geboren worden war, auf dem afrikanischen Kontinent gezeigt.

 

Das Football for Peace Festival, das am 30. Jänner eröffnet wurde, bringt 800 Kinder von Schulen für sozial benachteiligten Familien aus Ghana, Benin und Nigeria. Die Diversität der ghanaischen Gesellschaft wird durch die Kinder, die aus den verschienen Regionen Ghanas kommen, repräsentiert. Das Fußballturnier, das  im 7-gegen-7-Modus ausgetragen wird, soll den Africa Cup of Nations im "street football"-Stil widerspiegeln. Die Matches werden ohne Schiedsrichter ausgetragen, um die Kinder zu Fair Play und zur Übernahme von Verantwortung zu ermutigen. Alle Teams bestehen aus Mädchen und Buben.

 

Das Festival endete am 2. Februar mit dem Besuch von Abedi Pele, dem dreimaligen afrikanischen "Spieler des Jahres", und anderen prominenten Persönlichkeiten wie der nigerianischen Legende Segun Odegbami, der Kapitän der Africa Cup-Siegermannschaft der Super Eagles von 1980 war, als Nigeria zum ersten Mal den Africa Cup gewinnen konnte. Außerdem kamen zwei Vertreter des lokalen Organisationskommittees Südafrikas für die WM 2010 vorbei. Abedi Pele und Segun Odegbami besuchten auch den FARE-Stand und sahen sich die Arthur Wharton-Ausstellung an.

 

Während der Pressekonferenz warnte der Initiator des Festivals, Bella B. Bitugu von FairPlay-vidc:
"Unser Projekt handelt vom Kampf gegen Diskriminierung auf allen Ebenen. Wenn wir uns in Afrika umschauen, finden wir ethnische Konflikte. Hier in Ghana behaupten wir immer, dass es ein friedliches Land ist und solche Konflikte hier nie passieren könnten. Ich behaupte, dass wir vorsichtig sein müssen, weil es das Potential für ethnische Konflikte aufgrund des kolonialen Erbes gibt."

 

Das Festival ist Teil eines Programmes, das im September 2007 begonnen wurde. Dessen Ziel ist es, ein Bewusstsein für das enorme Potentials des Fußballs sowohl als ein Mittel für Entwicklung und Frieden als auch als einen Vermittler für die Förderung von Kinderrechten und deren Notlagen zu schaffen. Das Festival wurde organisiert von SOS Kinderdorf Ghana in Zusammenarbeit mit mehreren NGOs wie Right to Play, Tackle Africa, Play Soccer und FARE.

 

Kraftvolle Eröffnungsprozession

 

Eine bunte und geräuschvolle Prozession von beinahe 1000 TeilnehmerInnen marschierte durch die Straßen von Tema, die Nachbarstadt der Hauptstadt Accra, und markierte einen beeindruckenden Start des Festivals am Mittwoch-Morgen. Die Kinder präsentierten dabei dutzende Transparente mit Botschaften wie "Football for Unity" und "Football against Discrimination".

 

Der ehemalige Black Stars-Spieler und FIFA Antirassismusbotschafter Anthony Baffoe hieß die Kinder willkommen, als sie zum SOS Kinderdorf zurückkehrten. Baffoe sagte, dass er als Sohn des ghanaischen Botschafters in Deutschland eine priviligierte Kindheit verbrachte. Doch nachdem sein Vater gestorben war, musste seine Mutter hart kämpfen, um für die sieben Kinder sorgen zu können. Sein Rat an die Kinder war ein sehr einfacher: "Erziehung, Erziehung, Erziehung!"

 

FARE-Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit

 

FARE unterstützt in Zusammenarbeit mit dem FIFA for Hope Movement acht verschiedene Kleinprojekte zur Bekämpfung von Diskriminierung in Afrika und Lateinamerika.

 

VertreterInnen von drei dieser Projekte - Tudu Might Jets FC (Accra), COSPE (Axim) und LISPED (Demokratische Republik Kongo) -  sowie Vertreter von  FURD und FairPlay-vidc halfen die Botschaft von FARE beim Festival zu verbreiten.