fairplay Initiative erneut erfolgreich mit Erasmus+ Sportprojekt

SPIN Women Projekt fördert Integration von migrantischen Frauen und Mädchen im Sport

SPIN Women
SPIN Women Infofolder

Die fairplay-Initiative gehört weiterhin zu den ausgewählten Organisationen innerhalb der EU, die eine Projektförderung im Zuge des ERASMUS+ Sportprogramm erhalten. fairplay war bei der EU-Ausschreibung vom April 2018 mit dem Projektvorschlag SPIN Women (Sport Inclusion of Migrant and Minority Women: Promoting sports participation and leadership capacities) erfolgreich. fairplay-VIDC ist die einzige österreichische Organisation, die bei den großen Kooperationspartnerschaften („Collaborative Partnerships“) die notwendige Punkteanzahl erreicht hatte und damit ausgewählt wurde. Insgesamt finanziert die EU-Kommission 67 große Kooperationsprojekte, bei den Kleinprojekten („Small Collaborative Partnerships“) dürfen sich 119 Organisationen freuen, mit der Skihandelsschule Schladming und dem Weltverband der Arbeiter- & Amateursportverbände CSIT kommen zwei davon aus Österreich. 

Das neue SPIN Women Projekt beginnt im Jänner 2019 und ist auf zwei Jahre angelegt. Als Nachfolgeprojekt von „Sport Welcomes Refugees“, das mit Jahresende ausläuft, geht es darum, die Teilhabe von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund oder die zu ethnischen Minderheiten gehören, im und durch Sport zu fördern. Da diese Frauen in der Gesellschaft und im organisierten Sport nach wie vor kaum sichtbar sind, geht es vor allem um Empowerment und Stärkung von Führungskapazitäten.

Zu den Projektpartnern gehören neben fairplay-Initiative/VIDC, der Fußballverband der Republik Irland (FAI), die portugiesische Spielervereinigung (SJPF), Camino (Deutschland), UISP (Italien), Liikkukaa - Sport for all (Finnland) sowie die Mahatma Gandhi Human Rights Organization aus Ungarn.

Soziale Inklusion von Frauen mit Fluchterfahrung

Ziel von SPIN Women ist es, die unterschiedlichen Perspektiven von Frauen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um ihr Engagement im Sport zu erhöhen. Dazu gehören der Aufbau und die Stärkung von Führungsfähigkeiten, die Qualifizierung als Trainerinnen und Multiplikatorinnen. Darüber hinaus sollen das öffentliche Bewusstsein geschärft und den Verbänden Maßnahmen zur Gleichstellung vorgeschlagen werden.

Das Projekt ist die erste europaweite Sportinitiative, die sich systematisch auf die Förderung und Einbeziehung von weiblichen Flüchtlingen und Asylsuchenden sowie von Frauen mit ethnischem Minderheitenhintergrund (wie Roma) in und durch den Sport konzentriert.

Zu den Aktivitäten gehören die empirische Forschung über erfolgreiche Strategien und Empowerment, Schulungen und europäische Vernetzung mit Sportakteurinnen, ein Event zu Stärkung von minoritären Frauen im Fußball (Lissabon, Frühjahr 2020), eine Konferenz in Wien (Herbst 2020) sowie Bildungsarbeit und Sensibilisierung, unter anderem in den Europäischen Wochen des Sports und durch die Ausstellung „(In) Visible – Ethnic Minority Women in Sport“.

Europäische SPIN Projekte seit 2011

Seit dem Start der ERASMUS+ Ausschreibungen im Bereich des Sports im Jahr 2014 gehört fairplay-VIDC zu den erfolgreichsten Antragsstellern in Europa. Den Anfang machte das Projekt European Sport Inclusion Network-ESPIN (2015-16), es folgten Queering Football (2016-17), Sport Welcomes Refugees (2017-18) und nunmehr SPIN Women (2019-20). Bereits im EU-Sport-Vorläuferprogramm wurden die fairplay-Projekte Sport Inclusion Network - SPIN (2011-12) und Pro Supporters (2012-13) zur Förderung ausgewählt.

SPIN Women ist das nunmehr vierte große EU-Projekt des SPIN-Networks, das seit 2011 von fairplay koordiniert wird.