ballesterer 149: Fußball im Schacht

In der ersten Ausgabe 2020 geht es um "dreckige Siege" der Fußballvereine, die im Umfeld der Bergbauindustrie entstanden sind.

ballesterer 149: Fußball im Schacht

Wo es in Europa eine bedeutende Bergbauindustrie gab, gab es zumeist auch große und erfolgreiche Fußballvereine. Sie lebten von der Kohle, rekrutierten ihre Fans aus dem Schacht – und manchmal auch ihre Spieler. Mit der Krise der Bergbauindustrie mussten sich Klubs wie Städte neu erfinden. In neuen Schwerpunkt sucht der ballesterer nach den Überresten dieser einst so stolzen Arbeiterkultur. Die Redaktion war im Ruhrgebiet, wo der FC Schalke das Erbe zur Folklore werden ließ, und in Oberschlesien, wo die früheren Serienmeister Gornik Zabrze und Ruch Chorzow seit mehr als 30 Jahren auf einen Meistertitel warten, und in den North Midlands, die sich vom verlorenen Bergarbeiterstreik der 1980er Jahre noch immer nicht erholt haben. Dejan Stankovic erzählt vom DSV Leoben und den Schichtarbeitern auf der Fantribüne, Sporthistoriker Diethelm Blecking spricht im Interview über Meister, Migration und Mythen aus dem Schacht.

Außerhalb des Schwerpunkts beschäftigt sich die Redaktion ausführlich der zweiten Liga: Blau-Weiß Linz offenbarte große Finanzlücken, Wacker Innsbruck öffnete sich Investoren – beide Klubs wurden besucht. In Linz gab es zudem zwei Kongresse zu Fanthemen, parallel zur Bundesliga tagten die aktiven Fanszenen, wir waren dabei. In Wien-Hütteldorf wurde ein langes Interview mit Andy Marek geführt, der den SK Rapid am 16. Februar nach 28 Jahren verlassen wird. In der Heftmitte werden die Ergebnisse unserer traditionellen Leserbefragung aufbereitet. 

Eure Kohle, unsere Abos

Und weil es nie genug Stammleser_innen sein können, möchten wir euch noch auf die ballesterer-Aboangebote hinweisen. Im Webshop können neben Back Issues auch Bücher ausgegraben werden. Glück auf!