Nachruf Rudolf Hundstorfer (1951-2019)

Tief betroffen sind wir vom plötzlichen Ableben Rudolf Hundstorfers. Für ihn war Sport "pure Gesellschaftspolitik" und er leistete einen wesentlichen Beitrag dazu, die positiven sozialen und integrativen Effekte des Sport in den Vordergund zu stellen.

Mit großer Betroffenheit haben wir vom plötzlichen Tod von Rudolf Hundstorfer erfahren..

Als umtriebiger Präsident der BSO war er nicht nur ein Kämpfer für die Interessen des organsierten Sports, sondern er begriff den Sport in seiner umfassenden, zivilgesellschaftlichen Dimension. Sport war für den ehemaligen Handballer „pure Gesellschaftspolitik“ und das enorme soziale Potenzial galt es zu nutzen.

Hundstorfer verwies immer wieder auf die integrative Kraft des Sports - besonders seit der sogenannten Flüchtlingskrise. Das freiwillige Engagement in Sportvereinen würde soziale Integration und Solidarität fördern und leiste damit einen wichtigen Beitrag für eine lebendige und starke Zivilgesellschaft, so Hundstorfer. Nur konsequent also, dass er als Sozialminister 2012 per Erlass die Lehre für junge Asylwerber_innen öffnete.

Er wurde auch nicht müde, seine Ideen auch öffentlich zu vertreten, wie zuletzt etwa im November 2018 bei der „Sound auf Sport“ Konferenz in Salzburg, bei der fairplay ein Projektpartner war. Der frühere ÖGB Präsident verwies auf die große Bedeutung von Migration und Inklusion für den Sport. Sportarten wie Boxen würde es ohne Integration in Österreich gar nicht mehr geben.

Noch Ende Juni versicherte Hundstorfer der fairplay Initiative des VIDC seine aktive Unterstützung. Das Thema Diversität sollte noch stärker bei den vielen Vereinen des organisierten Sports verankert werden.

Für sein großes integratives Engagement im Sport wird ihm das fairplay-Team immer dankbar sein und wir hoffen, dass es in seinem Sinne fortgeführt wird.

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