ÖFB erneuert Engagement gegen Rassismus

FairPlay-Aktion beim Spiel gegen Europameister Spanien

Gyuri Garic, Rubin Okotie, Christian Fuchs

Das ÖFB Team 2008 bei der Antirassismusaktion vor dem Spiel gegen die Türkei

Beim letzten Länderspiel der Saison gegen Europameister Spanien erneuert der Österreichische Fußball-Bund sein Engagement gegen Rassismus. Der ÖFB verlängert seine 2006 begonnene Partnerschaft mit der Antirassismusinitiative „FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel“ für weitere drei Jahre und wird dies durch eine FairPlay-Aktion im Wiener Happel-Stadion symbolisch bekräftigen.

 

Vor dem Anpfiff präsentieren beide Teams ein Transparent mit der Botschaft „Fußball gegen Rassismus“ begleitet von einer Durchsage an die Fans und ZuschauerInnen den Kampf gegen Rassismus und für Vielfalt im Fußball zu unterstützen. Im Auswärtssektor wird ein spanischsprachiges Antirassismus-Banner präsentiert. Zusätzlich wird vor Spielbeginn und in der Halbzeit der 30-Sekunden-Spot „Different Languages - One Goal: No to Racism“ gezeigt, der vom Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) für die UEFA produziert wurde.

 

ÖFB-Präsident Leo Windtner erklärt dazu: „Das Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und die Förderung der Integration von Zugewanderten ist für den Österreichischen Fußballl-Bund von zentraler Bedeutung. Für uns ist das ein gesellschaftspolitischer Auftrag, ein Zeichen dafür, dass der Fußball Verantwortung übernimmt, zudem liegt darin ein großes Potential für die Zukunft unseres Sports."

 

Teamchef Didi Constantini hat bereits in der FARE-Aktionswoche in einem Brief an die rot-weiß-roten Fußballfans klar Stellung bezogen: „In unserer jungen Mannschaft stehen zahlreiche Fußballer, die ohne ihren Beruf wohl noch öfter - alleine ob ihres Namens und/oder Aussehens - mit diskriminierenden Vorfällen konfrontiert würden. Dabei sind gerade Persönlichkeiten wie Ümit Korkmaz, Rubin Okotie, Yasin Pehlivan, Veli Kavlak, Gyuri Garics, Marko Arnautovic oder Aleksandar Dragovic tolle Beispiele, wie reibungslos und großartig die Integration erfolgen kann. Es muss egal sein, wie jemand heißt, woher jemand kommt und welche Hautfarbe er hat. Wir - als Trainer und auch Spieler - wollen dabei mit gutem Beispiel und als Vorbild vorangehen“.

 

Videobotschaft von Europameister Marcos Senna 

 

Europameister Marcos Senna wird zwar verletzungsbedingt nicht auf dem Rasen zu sehen sein, ist aber mittels Videobotschaft gegen Rassismus im Stadion präsent. Der in Sao Paolo geboren Villareal-Kapitän ist überzeugter Kämpfer gegen Rassismus und Verfechter der Menschenrechte in Brasilien sowie in Spanien. In dem FairPlay-vidc zur Verfügung gestellten Statement sagt Senna: "Die Leute müssen verstehen, dass wir alle gleich sind. Es ist egal aus welchem Land wir kommen, sei es die Türkei, Japan oder China. Die Wahrheit ist, dass wir alle zusammen stehen und die Kampagne unterstützen müssen, die sie momentan initiieren. Wir alle haben dieselben Rechte und deshalb müssen wir alle diese wertschätzen. Alle gegen Rassismus!"

 

ÖFB-Frauen machten den Anfang

 

Während der europaweiten FARE-Aktionswoche im Oktober beteiligte sich das ÖFB-Frauennationalteam an einer Antirassismus-Aktion. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Spanien (0:1) am 29. 10 in Amstetten präsentierten die Spielerinnen beider Teams die Botschaft „Zeigt Rassismus die Rote Karte“.

 

FairPlay-Aktionsprogramm 2009-2012

 

Seit 2006 fördert der ÖFB die österreichische FairPlay-Kampagne zur Prävention von Rassismus und Diskriminierung im Fußball. Für die geplante weitere Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren werden die Schwerpunkte in den nächsten Wochen fixiert werden.