Fußball-Ländermatch der anderen Art

Kinder in Ghana spielten in österreichisch-deutschen Dressen gegeneinander, vor allem aber miteinander für Kinderrechte, Gesundheit und Fair Play am Ball.

Österreich - Deutschland im SOS Kinderdorf in Ghana. (Foto: Wolfgang Kehl)

Österreich - Deutschland im SOS Kinderdorf in Ghana. (Foto: Wolfgang Kehl)

Eine Woche vor dem großen „Nachbarduell“ Österreich - Deutschland in Wien haben die SOS-Kinderdörfer in SOS-Kinderdörfer ein Kinder-Fußballturnier mit zwanzig Mannschaften im SOS-Kinderdorf Tema nahe der Hauptstadt Accra veranstaltet. Football for Peace and Development war Titel und Motto des viertägigen Turniers, zum dem nicht nur SOS-Mannschaften aus Ghana, Benin und Nigeria, sondern auch Schulen aus ganz Ghana eingeladen waren.

 

Unter dem Dach der SOS-Kinderdörfer haben sich zahlreiche NGOs wie Right to play, Play soccer Ghana und FARE (Football Against Racism in Europe) am Fußballfest beteiligt. Es ging nicht nur ums Fußballspielen, es ging ums Wachrütteln: Spielerisch sind die 750 Kinder und Jugendlichen mit Themen wie HIV/Aids, Kinderrechte und fairen Umgang in Berührung gekommen. Die Schirmherren und ghanaische Fußball-Legenden Anthony Baffoe und Abedi Péle wurden nicht müde, den jungen Leuten zu sagen, wie wichtig Bildung für sie ist – für die Menschen selber, für Ghana, für Afrika.

 

 

Mehrere Sponsoren stellten Trikots zur Verfügung, so dass in Ghana die SOS-Mannschaft Benin im deutschen Trikot und die Mannschaft der Gbanzaba Junior High School aus Tamale (Nordghana) im österreichischen Nationaltrikot antraten - und einen ersten Vorgeschmack auf das Länderspiel am 6. Februar in Wien lieferten. Als Prognose eignete sich das Spiel nicht. Es endete 0:0 unentschieden. Trotzdem gab es 750 Sieger – die teilnehmenden jungen Fußballer!