Bundesliga startete in die FARE Aktionswoche

Mehr als 57.000 Zuschauer/innen bei Stadionaktionen gegen Vorurteile.

Aktion "Vorurteile platzen lassen!"
Chinchilla & Aigner beim Verlesen der Statements

Vom 14. – 26. Oktober beteiligen sich auch heuer wieder die UEFA, nationale Verbände, Vereine aus allen Spielklassen, Spieler/innen, Fans und Migrant/innen an der europaweiten Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball des Netzwerks Football Against Racism in Europe (FARE).

 

Die 11. Runde der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile und die 14. Runde der „Heute für Morgen“ Erste Liga am vergangenen Wochenende stand unter dem Motto „Hirn einschalten - VORURTEILE PLATZEN LASSEN!“. Vor dem Anpfiff der Spiele verlasen die Kapitäne aller 20 Vereine Botschaften gegen rassistische, sexistische und homophobe, also schwulenfeindliche Vorurteile im Fußball. Spieler und Begleitkinder ließen danach auf dem Spielfeld gemeinsam Luftballons platzen, die symbolisch für die Vorurteile in unseren Köpfen stehen. Die Kapitäne trugen Schleifen mit dem Aufdruck „Vereint gegen Rassismus“. Die Fans im Stadion erhielten Info-Poster und Luftballons zur Kampagne. Transparente und Vidiwall-Einblendungen waren ebenfalls Elemente der FairPlay-Stadionaktion. 

 

Aktion erreicht 300.000 Fußballinteressierte

 

Bei den fünf Matches der höchsten Spielklasse verfolgten 50.100 Zuschauer/innen die Aktionen live im Stadion, in der Ersten Liga waren 7.300 dabei. Den Ankick des ORF-Livespiels zwischen SV Mattersburg und FK Austria Wien erlebten 247.000 Zuseher/innen via TV-Gerät. An den „VORURTEILE PLATZEN LASSEN“-Aktionen auf dem Rasen beteiligten sich 220 Profispieler unterschiedlichster Herkunft, 30 Schiedsrichter/innen und 260 Buben und Mädchen.

 

Beim Spitzenspiel zwischen SK Rapid und Wacker Innsbruck am 16. 10. 2010 im Wiener Hanappi –Stadion verkündete Rapid-Kapitän Steffen Hofmann:
„Wir lehnen rassistische, sexistische und  homophobe Vorurteile im Fußball und in der Gesellschaft strikt ab. Wir lehnen es ab, Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Ausrichtung oder ihres Geschlechts zu beurteilen. Das Einzige was zählt, sind unsere Qualitäten als Mensch. Darum: Hirn einschalten und VORURTEILE PLATZEN LASSEN!“

 

Entsprechende Statements verlasen auch die Kapitäne Pablo Chinchilla (LASK), Michael Mörz (SV Mattersburg), Mario Kienzl (SK Sturm Graz) sowie der verletzte Salzburg-Kapitän Eddie Gustafsson.

 

Die Kapitäne der Gastvereine, Pascal Grünwald (Wacker Innsbruck), Oliver Glasner (SV Ried), Dominique Taboga (KSV) und Johannes Aigner (SC Wr. Neustadt) sprachen sich gegen Vorurteile im Fußball und der Gesellschaft aus. Nationalteamspieler Roland Linz, Kapitän von Austria Wien:
„Wenn wir selbst von diesen Vorurteilen betroffen sind, wissen wir, dass sie ungerecht und dumm sind. Viel schwieriger ist es, unsere eigenen Vorurteile gegenüber anderen Menschen kritisch zu hinterfragen und als ungerecht und falsch zu erkennen. Darum: Hirn einschalten und VORURTEILE PLATZEN LASSEN!“

 

 

Die FARE-Aktionswoche findet heuer zum elften Mal statt. Tausende Teilnehmer/innen aus 40 Ländern machen sie zur größten Kundgebung für Vielfalt und Respekt im Fußball weltweit. Mit dabei auch heuer wieder alle UEFA Champions League Klubs und die 48 Europa League Teilnehmer, inklusive FC Salzburg und SK Rapid.

 

Die FARE-Aktionswoche in Österreich wird vom Sportministerium, dem ÖFB, der österreichischen Fußball-Bundesliga, der Stadt Wien, UEFA und der Europäischen Union unterstützt und von der Initiative FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel. am VIDC koordiniert.