Die UNO erklärte das Jahr 2005 zum Internationalen Jahr des Sports. Die globale Kraft des Sports wird für die Erreichung elementarer Ziele der Entwicklungszusammenarbeit genutzt: Förderung von Gerechtigkeit und Solidarität, Verbesserung von Gesundheit und Bildung – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die FairPlay-Kampagne war unter den Ersten, die innovative Verbindungen zwischen dem Fußball und der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit herstellten und den Ansatz „Sport und Entwicklung“ nachhaltig verankerten.
Aktivitäten
1997 thematisierte das erste FairPlay-Symposium die ungleiche Teilhabe Afrikas am boomenden Fußballbusiness den Handel mit minderjährigen afrikanischen Talenten. Im Jahr darauf begleitete FairPlay-vidc die Österreichtournee des ugandischen Nationalteams.
Seit 2004 beteiligt sich FairPlay auch an einem HIV/Aids-Aufklärungsprojekt in Mosambik. Der Fußballverein Desportivo Manica trägt seitdem Dressen mit dem Slogan „Gemeinsam spielen wir gegen AIDS!“. Aber auch die theoretische Reflexion kommt nicht zu kurz: Im Zuge der Ringvorlesung „Global Players. Ökonomie, Politik und Kultur des Fußballs“ an der Universität Wien, wurde der gleichnamige Sammelband publiziert (Neuauflage 2006).
Zum UNO-Jahr des Sports 2005 veranstalteten der FC Wacker und seine Fans in Innsbruck als erster Verein in Österreich eine „Kick Poverty“-Stadionaktion gegen Armut. Im September 2006 fand im Wiener Haus des Sports das erste Dialogforum „Sport und Entwicklung“ statt. Der begonnene Erfahrungsaustausch zwischen NGOs, Sportorganisationen und politischen EntscheidungsträgerInnen wird durch die neue FairPlay-Broschüre „Sport für Entwicklung“ weiter vertieft.
Im Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008 versucht FairPlay-vidc interkulturelle und antirassistische Ansätze und Methoden mit entwicklungspolitischen Fragenstellungen und Themen zu verbinden. Es gilt das Interventionsfeld Sport zur gesellschaftlichen Transformation zu nutzen. Die globale Faszination speziell des Fußballs gepaart mit seinen einfachen und international gültigen Regeln machen ihn in der Tat zu einer gemeinsamen Sprache, welche enge Grenzen der Kultur, Sprache, ethnischen Herkünften und Religion potentiell transzendieren kann. Gerade im Jahr der UEFA EURO 2008 und der Olympischen Spiele in Peking gilt es an das Potenzial des Sports für die Schaffung einer gerechteren Welt und einer Gesellschaft frei von Diskriminierung zu erinnern.
Zudem wirft die WM 2010 im Partnerland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) Südafrika - die erste Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent überhaupt - bereits ihre Schatten voraus. Daher soll die Vernetzungs- und Informationsarbeit im Bereich von Sport und Entwicklung weitergeführt werden.

