Queere Sportler_innen - Bildung gegen Homophobie

Workshops & Ausstellung gegen Homophobie


Ziel des Projektes ist eine Erweiterung der Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“ durch Porträts von in Wien bzw. Österreich bekannten queeren Sportler_innen sowie die Ausarbeitung eines zielgruppengerechten Vermittlungsprogramms für die Ausstellung mitsamt der angehängten Porträtserie.

Hintergrund

Die bisher in der Ausstellung „Gegen die Regeln“ vorgestellten Sportler_innen sind weder einem jungen noch einem Wiener Publikum sehr vertraut. Deshalb liegt das Augenmerk des Projektes „Queere Sportler_innen“ darauf, lokal relevante Personen zu recherchieren und ein pädagogisches Vermittlungsprogramm zu konzipieren.

An der Unsichtbarkeit von LGBTIQs sowie der ambivalenten Rolle des Sports, einerseits besonders homophob zu sein und andererseits ein starkes Potential zu haben, Diskriminierungen und Ausschlüsse zu überwinden – setzt das Projekt  an. Dass LGBTIQs im Sport immer eine Rolle gespielt haben und Homosexualität und Sport kein Widerspruch sind soll durch die Sichtbarmachung von konkreten, einem breiten Publikum bekannten, LGBTIQ-Sportler_innen im Rahmen einer Porträtserie, die Teil der schon existierenden internationalen Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“ werden soll, erreicht werden.

Gleichzeitig sollen insbesondere mit dem Vermittlungsprogramm Klischees von Lesben und Schwulen, von Frauen und Männern, von hartem und „femininem“ Sport dekonstruiert werden.

Über die Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“

Die Wander-Ausstellung der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) wurde 2009 in Köln u.a. von Klaus Sator initiiert. Seitdem wurde sie in zehn Sprachen übersetzt und tourt als Wanderausstellung in erster Linie durch Europa.

Ziel der Portätserie im Kontext der Ausstellung „Gegen die Regeln“ ist u.a. den Stellenwert des Sports in der Biografie homosexueller Frauen und Männer darzustellen. Weitere Anliegen der Ausstellung sind: das Aufzeigen der Bedeutung des Sports bei der Konzeption von Geschlechter-, Körper- und Verhaltensnormen und die Thematisierung und Sichtbarmachung von Nicht-Heteronormativität im Profisport. 

Pädagogisches Vermittlungsprogramm

Bisher gibt es in keiner Sprache, ein adäquates Vermittlungsprogramm zur Ausstellung welches diese für verschiedene Zielgruppen zugänglich macht und Inhalte gezielt vermitteln kann. Deshalb ist die Entwicklung von Methoden um die Porträtserie im Kontext der Ausstellung an in erster Linie Jugendliche zu kommunizieren das Kernstück des Projektes „Queere Sportler_innen“.

Die Arbeit mit Vorbildern (role models) ist eine Methode der Ermächtigung und Sichtbarmachung, die der Porträtserie immanent ist. Weitere Methoden sollen die Inhalte noch besser an die Zielgruppe bringen.
Insbesondere hier kommt auch die 2015 angefangene Kooperation mit der queerconnexion der HOSI Wien zum Tragen und auch die Erfahrungen, die im Zusammenhang mit dem Projekt „Fußball ohne Homophobie“ gesammelt wurden. Hier soll angesetzt und in Richtung Ausstellungs-Vermittlung weiter gearbeitet werden.
Die gemeinsame Arbeitsgruppe „Fußball ohne Homophobie“ von fairplay und queerconnexion soll weiter bestehen und für das Projekt „Queere Sportler_innen“ die treibende Kraft sein.

Kooperation mit HOSI

fairplay hat seit 2015 eine erfolgreiche Kooperation mit der queerconnexion der HOSI Wien, die im Rahmen des Projektes „Wiener Fußball ohne Homophobie“ begonnen hat und sich in diesem Projekt fortsetzt. Die queerconnexion ist nicht nur Teil einer der erfahrensten LGBT-Organisationen in Wien, sondern auch Expert_in im Bereich Bildungsarbeit.

Projekaktivitäten im Überblick

  • Entwicklung einer Porträtserie zu schwul-lesbisch-queeren Sportler_innen
  • Methodische Entwicklung und Durchführung eines pädagogischen Vermittlungsprogramms zur Ausstellung/Porträtserie zum Thema Homosexualität im Sport
  • Verschriftlichung und Dokumentation der Ergebnisse
  • Begleitende Öffentlichkeits- & Kampagnenarbeit zu LGBTIQ und Homophobie im Sport (Februar - November)

Zielgruppe

  • Sportvereine, Sportverbände, Sportmuseen (als Ausstellungsorte) sowie Organisationen der offenen und mobilen Jugendarbeit und Schulen
  • Jugendliche und junge Erwachsene Fußballfans
  • Multiplikator_innen (Workshopleiter_innen aus den Bereichen Jugendarbeit, Fanarbeit und sozialintegrative Arbeit mit und durch Sport)
  • LGBTIQ Expert_innen und Aktvist_Innen die mit Sport im Bereich Anti-Diskriminierung arbeiten wollen
  • Medien, Öffentlichkeit, Fußballfans, Sportler_innen

 

Das Projekt wird von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für Gleichgeschlechtliche und Transgender Lebensweisen (WASt) gefördert.