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Fanarbeit International

Deutschland

Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS)

Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpädagogisch arbeitenden deutschen Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Grundlage der Arbeit ist das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen der Fanarbeit im Fußballbereich absteckt. Derzeit werden an 42 Standorten in Deutschland 47 Fanszenen betreut.

Neben der Beratung und Begleitung der Fanprojekte in Deutschland steht die KOS den Fußball-Institutionen, der Politik, der Polizei und den Medien in Sachen professioneller Fanarbeit als beratende und informierende Instanz zur Verfügung. Die KOS wird zu zwei Dritteln vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und zu einem Drittel vom Deutschen Fußball-Bund finanziert. Sie ist bei der Deutschen Sportjugend (dsj) in Frankfurt am Main angesiedelt und mit drei Referent_innen und einer Verwaltungsfachkraft besetzt.



Fanarbeit im Fußball – national und international

Mit der langjährigen erfolgreichen Tätigkeit der Fanprojekte in Deutschland hat der präventive Ansatz von Fanarbeit mit Fußballfans zunehmend mehr Anerkennung erfahren. Neben der Koordination und Optimierung der nationalen Fanarbeit ist die KOS seit vielen Jahren auch international aktiv und organisiert im Verbund mit dem Netzwerk Football Supporters Europe (FSE) Fanbetreuungsmaßnahmen bei Fußball-Großveranstaltungen. Die größte Herausforderung auf diesem Feld war die Konzeption und Umsetzung des Fan- und Besucher_innenbetreuungsprogramms zur WM 2006 in Deutschland.

 


Fanprojekte – langfristige und nachhaltige Arbeit
Sozialpädagogisch orientierte Fanarbeit basiert auf der Erkenntnis, dass gewalttätigem Verhalten jugendlicher Fußballfans nicht allein mit repressiven Maßnahmen begegnet werden kann. Die Arbeit der Fanprojekte orientiert sich an der Lebenswelt der Fans, sprich: Sie findet u. a. im Stadion, auf Auswärtsfahrten, in Fantreffs und bei Fanturnieren statt.

Um Gewaltbereitschaft und extremistische Einstellungen abzubauen, stärken die Fanprojekte die kreative Fankultur und bieten alternative Freizeit- und Bildungsangebote für jugendliche Fans an. Gerade dafür ist die Vernetzung der Fanprojekte mit pädagogischen Einrichtungen und anderen Akteur_innen außerhalb des Fußballs von großer Bedeutung.

In den vergangenen Jahren haben die Fanprojekte in Deutschland durch zahlreiche Aktivitäten im Bereich Antidiskriminierung und Gewaltprävention und die Ausrichtung von Turnieren, Veranstaltungen und internationalen Austauschprogrammen nachweislich Erfolge erzielt.


Die Aufgabenfelder der KOS

Koordination und Vernetzung

•    Koordination des Informationsaustausches zwischen den Fanprojekten und Kooperation mit nationalen und internationalen Fanorganisationen
•    Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball-Liga
•    Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte

Beratung
•    Beratung von Institutionen, Ämtern und Initiativen bei Aufbau und Absicherung von Fanprojekten
•    Intervention und Vermittlungsarbeit bei Konflikten rund um den Fußball und die Fanarbeit
•    Mitarbeit in Gremien, Institutionen und Arbeitsgruppen auf nationaler und internationaler Ebene (u. a. UEFA, EU, Europarat und Sportausschuss Deutscher Bundestag)

Aus- und Fortbildung
•    Bundeskonferenzen und thematische Workshops für die Mitarbeiter_innen der Fanprojekte
•    Arbeitstagungen für Multiplikator_innen aus Jugend-, Fan- und Vereinsarbeit
•    Ausrichtung von und Teilnahme an bundes- und europaweiten Tagungen

Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
•    Herausgabe eigener Publikationen und Broschüren
•    Dokumentationsstelle für Fanarbeit, Fanforschung usw.
•    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

www.kos-fanprojekte.de


Quelle: KOS

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