Fanarbeit steckt in Österreich leider noch in den Kinderschuhen. ABER, es gibt eine Reihe von motivierten Menschen, die das ändern wollen.
Das erste Fanprojekt auf österreichischem Boden wurde im März 2009 bei Austria Wien gestartet. Durch die starke Abhängigkeit des Projekts vom Verein, der zu 100% die Finanzierung übernommen hatte, musste das Fanzentrum Austria Wien aber bereits nach wenigen Monaten wieder geschlossen werden. Die Proteste der Austria Fanszene gegen die Schließung fanden bei der Vereinsführung ebenso wenig Gehör, wie die Warnungen internationaler Fanarbeitsexpert_innen vor diesem Schritt. Die Beendigung von Fanarbeit bei Austria Wien hatte Folgen – für den Verein, der nun vollends den Kontakt zu seinen Fans verloren hatte, aber auch für die Fanszene selbst, die sich mittlerweile mit massiven Problemen konfrontiert sieht (Stichwort: Gewaltandrohung und Einschüchterung anderer Fanclubs, neo-nazistische Umtriebe auf der Tribüne, keine Fanklubleiter_innentreffen mehr oder die Möglichkeit Spieler und Trainer zwecks gemütlichem Gedankenaustausch zu treffen uvm.). Der angekündigte Neustart von Fanarbeit bei Austria Wien lässt weiterhin auf sich warten.
Aber bei anderen Vereinen tut sich was! In Salzburg und Innsbruck sind engagierte Leute am Werk, die Fanarbeit in ihren Städten, bei ihrem Verein etablieren wollen. Das besonders Schöne daran – alle kommen selbst aus der aktiven Fanszene! Wir haben sie für euch interviewt, um einen Einblick zu bekommen, was sich so tut im Bereich Fanarbeit in Österreich.
Fanarbeit Salzburg
Fanarbeit Innsbruck

