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Fanarbeit

Faninitiativen

Fans nehmen ihre Anliegen selbst in die Hand. Das ist gut so. In den letzten Jahren sind eine Reihe von Fannetzwerken und Initiativen entstanden, um Faninteressen zu vertreten und sich für fanpolitische Anliegen stark zu machen. Anbei findet ihr einen kurzen Überblick ausgewählter Initiativen. Sollte euer Netzwerk fehlen, schreibt uns doch ein kurzes E-Mail und berichtet über eure Anliegen und Ziele.

 
Österreich
PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN

DIE KURVE GEHÖRT UNS


International
ALERTA!

BAFF
EL ESTADIO DEL BAE
FANS BEOBACHTEN DIE POLIZEI
FANSICHT

FUTBOL REBELDE
F_in – NETZWERK "FRAUEN IM FUSSBALL
"
LIBERTE POUR SANTOS

PYROTECHNIK LEGALISIEREN - EMOTIONEN RESPEKTIEREN
NO ALLA TESSERA DEL TIFOSO
QUEER FOOTBALL FANCLUBS
RESEAU SUPPORTER DE RESISTANCE ANTIRACISTE
UNSERE KURVE


 


ÖSTERREICH

PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN

Pyrochtechnik ist kein Verbrechen

Österreich


Das vereinsübergreifende Fan-Netzwerk Pyrotechnik ist kein Verbrechen wurde 2010 von den führenden Ultra-Gruppen Österreichs gegründet. Mittlerweile haben sich den Forderungen des Netzwerks über 170 nationale und an die 80 internationale Fangruppierungen sowie eine Vielzahl von NGOs und Jugendeinrichtungen angeschlossen.


Ihre Ziele beschreibt die Initiative wie folgt:


„Am 4. Jänner 2010 ist in Österreich das neu überarbeitete Pyrotechnikgesetz in Kraft getreten. Diese Verschärfung der bisherigen gesetzlichen Regelungen und vor allem die empfindliche Erhöhung des Strafmaßes stellen einen großen Einschnitt in die Fankultur der aktiven österreichischen Fußballfanklubs dar, zumal die aktiven Gruppen oder Verantwortliche bei den Vereinen nicht in die Entscheidungsfindung des Gesetzgebers eingebunden worden sind. Das Gesetz wurde von Politikern beschlossen, die keine Ahnung von der Materie haben und jene Leute, die Woche für Woche mit Pyrotechnik zu tun haben, wurden schlichtweg übergangen. Es wurde im Schnellverfahren von Innenministerin Fekter durchgeboxt und stützt sich auf unwahre Darstellungen von Zahlen und Daten der Bundesliga und des Innenministeriums. Diese begründen die Notwendigkeit des Gesetzes erstens mit einem völlig absurden, künstlich hergestellten Zusammenhang zwischen Pyrotechnik und Gewalt und zweitens mit zahlreichen Verletzungen durch missbräuchliche Verwendung pyrotechnischer Gegenstände im Zusammenhang mit Fußballsportveranstaltungen. Ein genauerer Blick hierbei zeigt hingegen, dass es sich bei den konkret angeführten Fällen um Schäden handelt, die durch Knallkörper hervorgerufen wurden. Diese so genannten „Böller“ werden allerdings auch von den Fanszenen dieses Landes abgelehnt, da diese ein nicht zu verachtendes Gefahrenpotential besitzen. Bengalische Feuer hingegen werden seit Jahren kontrolliert und ohne erwähnenswerte Vorfälle von vielen Fankurven des Landes verwendet.


Wie auch bei anderen Dingen (z.B. Straßenverkehr, Berufswelt, …) kann man ein gewisses Risiko nicht bestreiten, jedoch kann dieses Risiko bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen nahezu ausgeschlossen werden und die letzten Jahre haben gezeigt, dass es bei normalem Gebrauch keinerlei Probleme mit bengalischen Feuern gab und gibt. Es gibt außerdem viele Möglichkeiten, um den Gebrauch von Pyrotechnik noch sicherer zu gestalten, außerhalb der Fanszenen gab es allerdings niemals Bemühungen, um Maßnahmen zur Vorbeugung von möglichen Unfällen zu setzen. Vielmehr war es das gezielte Bestreben von Politik und Medien, Fußballfans zu kriminalisieren und sie verstärkt in ihren Rechten einzuschränken.


Über Jahre hinweg sorgten Fackeln für Stimmung, Emotionen und die so oft und gerne zitierte südländische Atmosphäre in Österreichs Fußballstadien. Jahrelang haben Vereine, Presse und TV von diesen Bildern profitiert um sie zeitgleich schlecht zu heißen und zu verurteilen.


Der österreichische Rundfunk wirbt beispielsweise regelmäßig mit feurigen Stimmungsbildern für bevorstehende Sportveranstaltungen. Während es allerdings beim Wintersport oft zu lobenden Worten durch Kommentatoren kommt, wird eine feurige Kulisse beim Fußball stets mit Gewalt assoziiert. Dieser Umstand entzieht sich jeglicher Realität, denn pyrotechnische Gegenstände bei Sportveranstaltungen dienen zur optischen Untermalung der Emotionen. Sie sind weder Ausdruck von Aggressionen, noch sollen sie in irgendeiner Weise Gewaltbereitschaft vermitteln.

Wir schicken hier gleich voraus, dass wir nicht im Geringsten gegen Pyro am Pistenrand sind, sehr wohl aber die vorherrschende Doppelmoral aufzeigen wollen, mit der hier ein und dasselbe Thema von den Medien total unterschiedlich in die Öffentlichkeit getragen wird.


Pyrotechnik – als Ausdruck von Emotionen – darf im Sport nicht verboten oder gemaßregelt und schon gar nicht unter Strafe gestellt werden.

Die angedachten Ausnahmeregelungen sind für uns keine Option, da sie nur als reine Alibiaktion des Gesetzgebers verstanden werden können. Wir lehnen diese strikt ab, da dadurch jede Emotionalität, Spontanität und Eigenverantwortung verloren gehen würde.



Wir sprechen uns jedoch klar dafür aus:

  • keine Böller oder Kracher zu verwenden
  • durch verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik keine Spielunterbrechungen zu provozieren bzw. keine Gefahr für andere Stadionbesucher, Ordner oder Ballkinder darzustellen
  • durch Bereitstellen von mit Wasser bzw. Sand gefüllten Behältnissen ein sicheres Abbrennen innerhalb der Fansektoren zu gewährleisten und dadurch auch für eine geregelte Entsorgung der abgebrannten heißen Gegenstände zu sorgen
  • keine Fackeln oder sonstige pyrotechnische Gegenstände auf Laufbahn oder Spielfeld zu werfen.


Wir fordern alle Verantwortlichen dazu auf, einen kontrollierten und verantwortungsbewussten Gebrauch von Pyrotechnik zuzulassen und in einem der Gegebenheiten entsprechenden, für alle Beteiligten annehmbaren und angemessen Rahmen zu erlauben.“


www.pyrotechnik-ist-kein-Verbrechen.at

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DIE KURVE GEHÖRT UNS

Österreich, Schweiz


DKGU
ist ein Zusammenschluss von aktiven österreichischen und Schweizer Fans und Fanclubs. Die Intitiative wurde 2001 gegründet, bestand allein in Österreich aus über 30 Gruppen, die in koordinierten Spruchband-Aktionen, mit Flugblättern, Doppelhaltern, T-Shirts und einer eigenen Website auf ihre Anliegen (Mitspracherechte, Schutz vor Polizeiwillkür, Überarbeitung des Stadionverbotskatalogs, u.v.m.) aufmerksam machten. Leider liegt die Initiative derzeit auf Eis.

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INTERNATIONAL

ALERTA!

International

 

Im November 2007 wurde das internationale Fan-Netzwerk ALERTA! gegen rassistische Tendenzen in den Stadien gegründet.

 

Das ALERTA! Manifest hält folgende Punkte fest:

„Wir sind antirassistische Fans, wir kämpfen auf den Straßen und somit auch im Stadion. Jeden Tag. Wir starten mit einer internationalen Idee, wollen verschiedene Fanszenen aus verschiedenen Ecken der Welt in Solidarität und dem Kampf für eine bessere Situation vereinigen.

Wir sind Fans, sehen uns als integralen Part des Sports und eben nicht bloß als Kunden. Wir sind aktiv und nicht nur konsumierend, laut und nicht schlafend. Wir sind wach:

Wir kämpfen gegen die Repression, die versucht unsere Kultur zu zerstören, die Xenophobie, die wir auf den Rängen der Stadien sehen und das falsche Ganze rund um den Fußball. Wir verstehen unser Netzwerk als eine wachsende Idee, als einen Geist und eine Bewegung und so warten wir auf weitere Gruppen, die sich unserem Kampf anschließen wollen.“

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BAFF

Deutschland

Das Bündnis Aktiver Fußball-Fans (BAFF) ist ein seit 1993 bestehender vereinsübergreifender Zusammenschluss von über 200 Einzelmitgliedern und vielen Faninstitutionen (Inis, Zines, Projekte, Fanclubs, etc.). Elementares Ziel ist der Erhalt der historisch gewachsenen Fankultur als Stadion-Live-Ereignis mit hohem Unterhaltungs- und sozialem Integrationswert. Dazu gehört der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, gegen die übertriebene Kommerzialisierung des Fußballs mit all ihren negativen Auswirkungen (Versitzplatzung, TV-Allmacht, Terminwillkür, Preiserhöhungen, ungerechte Ticketvergabe, Showprogramme usw.) und gegen die zunehmende Repression von Seiten der Polizei und der Ordnungskräfte.

www.aktive-fans.de

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EL ESTADIO DEL BAE

Italien

Die Initiative El Estadio del Bae wurde von den Ultra Gruppen Venezia Mestre, Pisa und Ancona ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, ein Stadium in Chiapas/Mexiko zu bauen, in Gedenken an Francesco „Bae“ Romor, einem der Gründer der Ultras Unione Venezia Mestre. Er starb 2001. Das Estadio des Bae ist ein völkerverbindendes Stadion, das nicht nur für sportliche Zwecke, sondern auch für Märkte, Versammlungen, Feste und die regelmäßigen Zusammenkünfte der Dorfräte genützt wird. Um es zu errichten organisierten die Gruppen verschiedene Veranstaltungen und Konzerte, deren Reinerlöse dem Projekt zugute kam. Des weiteren wurden eigene Schals in den jeweiligen Vereinsfarben sowie einige T-Shirts, Aufkleber und Aufnäher produziert.


www.elestadiodelbae.org

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FANS BEOBACHTEN DIE POLIZEI

Deutschland

Die Aktion Fans beobachten die Polizei wurde in der deutschen Oberliga-Saison 2005/2006 als Reaktion auf mehrere Vorfälle überzogenen polizeilichen Auftretens im Rahmen von Auswärtsspielen des SV Babelsberg 03 ins Leben gerufen. Der Einfall stammt von den Fans und vom Fanprojekts Babelsberg.
Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Bei ausgewählten Spielen werden die Fans von Anwälten begleitet, die das Verhalten der Polizei und der Ordnungskräfte gegenüber den Fans beobachten und dokumentieren. Bei welchen Spielen die Anwälte mit dabei sind, wird vorher nicht bekannt gegeben.
 Die Erfahrungen von Fußballfans, dass sie sowohl medial als auch polizeilich immer als Störenfriede und Übeltäter wahrgenommen werden und dass der Umgang der Polizei insbesondere mit reisenden Fußballfans so gut wie nie in Frage gestellt wird, hatte bereits in vielen aktiven Fanszenen zu Initiativen geführt. Unter anderem veröffentlichte das Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF) bereits 2002 das Buch Die 100 „schönsten“ Schikanen gegen Fußballfans – Repression und Willkür rund ums Stadion.
Die Babelsberger machten dann den zweiten Schritt und drehten mit Fans beobachten die Polizei den Spieß einfach um.
In einem dritten Schritt entstand Fansmedia.org, einem Netzwerk verschiedener Fanszenen in Deutschland, die es sich zur Aufgabe machten, Polizeieinsätze aus Sicht der betroffenen Fans öffentlich zu machen und interessierten Journalisten als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Im Zuge der Auseinandersetzungen um die Rechte von Fußballfans entstand zeitgleich ein Fanrechtefonds, der Fußballfans bei Gerichtsprozessen sowohl juristisch als auch finanziell unterstützt. Im sachkundigen Beirat des Fanrechtefonds sitzen Fans, Anwälte, Fanprojekt-MitarbeiterInnen, Fanbeauftragte und Vertreter von Bürgerrechtsorganisationen.


www.fussballfans-beobachten-polizei.de
www.fansmedia.org
www.fanrechtefonds.de


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FANSICHT

Schweiz

Das Vorgehen des Schweizer Fußballverbands und der Schweizer Liga gegen Fans wird zusehends restriktiver.. Fans werden mehr oder minder in gut und böse unterteilt, eine Pauschalisierung findet statt, die dazu führt, dass aktive Fans von Haus aus als gewalttätig und destruktiv verdächtigt werden. Selbst geringe Regelverstöße werden herangezogen, um  repressiver vorzugehen und „großzügig“ Stadionverbote zu verhängen. Seit Beginn des Jahres 2007 bedeutet ein Stadionverbot in der Schweiz, dass die betreffende Person in der Hooligan-Datenbank HOOGAN landen kann.  FANSICHT beobachtet das Vorgehen von Verband, Liga und Vereinen, zeigt Missstände auf und sammelt Beispiele von (oftmals äußerst seltsamen) Stadionverboten. Zusammen mit den betroffenen Fans versucht FANSICHT eine Neubeurteilung von Verboten zu erwirken.
FANSICHT liegt an einer ausgelassenen, ungestümen und lauten Atmosphäre in den Stadien.


www.fansicht.ch

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FUTBOL REBELDE

Italien

Futbol rebelde ist die Fortsetzung des Projekts El Estadio del Bae. Als dieses abgeschlossen war, wollten die Ultra Gruppen aus Venezia, Pisa und Ancona ihre Zusammenarbeit nicht beenden und beschlossen ein Ultranetzwerk zu gründen, das nicht nur gegen Businessfußball und Rassismus auftritt sondern auch für die Werte der Ultras. Das Ziel von Futbol rebelde ist es Ultrakultur zu schützen. Die beteiligten Fangruppen meinen damit eine antirassistische Ultrakultur, mit einem offenen Auge für soziale Initiativen auch außerhalb der Stadien.

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F_in – NETZWERK "FRAUEN IM FUSSBALL"

Deutschland, Österreich, Schweiz

F_in? Was ist denn das? – F steht für Fußball und Fans, die weibliche Endung in für Frauen und F_in dafür, dass Fußball auch Frauensache ist, dass Fans auch weiblich sind. F_in gibt es seit 2004, das Netzwerk besteht aus weiblichen Fans, Fanprojekt-Mitarbeiterinnen, Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen, Trainerinnen und Spielerinnen.

www.f-in.org

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LIBERTE POUR SANTOS

Frankreich, Spanien, Internationale

Liberte pour Santos war eine Kooperation zwischen CU84 und den BUKANEROS von Rayo Vallecano. Mit dabei waren auch etwa 50 Gruppen und unzählige Einzelpersonen. Es gab eine große Mobilisierung in ganz Europa und weltweit. Was waren die Hintergründe?


Beim CL-Spiel Athletico Madrid gegen Olympique Marseille (1.10.08) kam es zu einem Polizeieinsatz der spanischen Guardia Civil gegen das Commando Ultra 84 aus Marseille. Von Seiten der spanischen Fans werden die OM-Supporter_innen und Spieler mit Rassismus, Herabwürdigung und üblen Beleidigungen konfrontiert. Dagegen will die Guardia Civil allerdings nicht vorgehen. Die Polizei beanstandete stattdessen das Symbol der CU84 - einen Totenkopf - als vermeintlich faschistisch und rechtfertigte damit den Einsatz. Tatsache ist, dass das CU84, wie die gesamte Fanszene von OM, zu den aktivsten antirassistischen und antifaschisten Gruppen Europas gehören. Das Banner diente als Vorwand für einen Polizeieinsatz der völlig ungerechtfertigt, überaus gewalttätig und, laut Augenzeug_innenberichten, vor allem gegen dunkelhäutige OM-Anhänger_innen gerichtet war.


Ein betroffenes Mitglied des CU84 ist Santos. Er wurde in Folge des Polizeieinsatzes mit dem Vorwurf festgenommen, einen Polizisten mit einer Sitzschale mutwillig verletzt zu haben. Santos, eines der aktivsten Mitglieder des CU84, der sich seit Jahren aktiv gegen Gewalt und Rassismus im Stadion einsetzt, gab zu Protokoll, dass er einen Polizisten weggeschubst habe, um einer jungen Frau zu Hilfe zu kommen. Hierfür wurde er zu dreieinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt. Die Folge war eine beispiellose Welle der Solidarität unter Fußballfans auf dem ganzen Kontinent.

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PYROTECHNIK LEGALISIEREN - EMOTIONEN RESPEKTIEREN!

Deutschland


Die deutschlandweite Kampagne wurde im Winter 2010 gegründet. Die Macher_innen haben folgende Ziele:

"Unsere Kampagne setzt sich für die Legalisierung von Bengalischen Fackeln und Rauchelementen in deutschen Fußballstadien ein. Initiiert wurde sie Anfang Novemberauf einem gemeinsamen Treffen von 39 Ultràgruppen. Inspiriert durch die österreichische Kampagne „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ nutzten wir den Schwung und die aufflammende Euphorie der großen Fandemo 2010 in Berlin.

In erster Linie konzentrieren wir uns auf das Zurückholen der öffentlichen Meinung gegenüber der Pyrotechnik in den Stadien. Dieser Fakt wurde von uns Ultras  lange Zeit vernachlässigt und so die Meinungsführerschaft klar dem Boulevard und Sicherheitsfanatikern überlassen."

Parallel dazu wird an einem Konzept zur realen Umsetzung unserer Ideen gearbeitet. Dieses Konzept liegt dem Deutschen Fußball Verband bereits vor und wird in den kommenden Wochen und Monaten für Gesprächsstoff sorgen.“


www.pyrotechnik-legalisieren.de

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NO ALLA TESSERA DEL TIFOSO

Italien

Bei der tessera handelt es sich um eine Art Fanausweis und nur noch Karteninhaber_innen sollen ab dem  Jahr 2010 in das Innere einer Kurve und in einen Auswärtssektor kommen. Davon sind vor allem Jugendliche betroffen, die innerhalb der letzten 5 Jahre mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind – für sie ist es unmöglich einen solchen Fanausweis zu erwerben. Aber auch ein AS Roma Fan, der in Bologna lebt, hat keine Change sein Team beim Auswärtsspiel in Bologna vom AS Roma Fansektor aus zu unterstützen. Dies gilt auch für alle, die aus dem Ausland anreisen und sich im Fansektor ihres italienischen Lieblingsvereins ein Spiel ansehen wollen. Etliche italienische Ultragruppierungen laufen daher Sturm gegen die tessera del tifoso. In der Sommerpause 2009 hatten Fangruppierungen bereits Treffen veranstaltet, um über die prekäre Situation zu berichten, und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Unter diesen Umständen setzten sich selbst verfeindete Ultras an einen Tisch um sich auszutauschen.

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QUEER FOOTBALL FANCLUBS

Deutschland, Schweiz, Spanien, International

Im August 2001 hatten es ein paar schwule Fans im Berliner Olympiastadion satt, sich immer verstecken zu müssen. Sie gründeten den ersten schwul-lesbischen Fanclub der deutschen Bundesliga. Seither hängt nicht nur im Berliner Stadion die Regenbogenfahne, es haben sich eine ganze Reihe anderer schwul-lesbischer Fanclubs gegründet. Auf Berlin folgten Dortmund, Stuttgart und St. Pauli – weitere Fanclubs sind derzeit in Gründung. Sie haben alle das gemeinsame Anliegen, auf die Existenz von schwulen und lesbischen Fans dort hinzuweisen, wo gegnerische Spieler aus den Stehblöcken heraus als „schwul“ beschimpft werden und es noch kein Profi gewagt hat, sich als homosexuell zu outen: In den Fußballstadien.


www.queerfootballfanclubs.com

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RESEAU SUPPORTER DE RESISTANCE ANTIRACISTE

Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweiz

Das Reseau Supporter de Resistance Antiraciste ist ein Netzwerk von Ultras und aktiven Fans gegen Rassismus. Es wurde von den Sochaux Fans im Rahmen eines Fanzines gegründet. Nach einem Treffen zwischen Sochaux und Metz Fans beim RAI Festival in Terni begann der Aufbau des Netzwerkes. Zu diesem Zeitpunkt waren beide Fanszenen klare Feinde, entschlossen sich aber die internen Probleme außen vor zu lassen und im Bereich der Antirassismusarbeit zu kooperieren. Ein Resultat dieses Treffens war die Organisation des ersten antirassistischen Festivals in Frankreich. Das RSRA Netzwerk ist mittlerweile in das ALERTA! Netzwerk übergegangen.

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UNSERE KURVE

Deutschland

Die Interessengemeinschaft "Unsere Kurve" ist ein vereinsübergreifender Zusammenschluss der organisierten Fußballfans in Deutschland. Unsere Kurve ist die größte Interessenvertretung der aktiven Fußballfans in Deutschland und tritt für den Erhalt der Fankultur und der Freiräume für Fans ein. Gegründet wurde Unsere Kurve offiziell Ende 2005 in Bielefeld beim 4. Bundestreffen der Supporters Clubs und Fanabteilungen. Die Idee entstand aber bereits im Juni 2005 in Frankfurt am Main.


www.unserekurve.de

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