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Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! – Fußball-WM 2010 als Chance

30.11.09,

Von: vidc/ADA, Wien

Großangelegte Initiative für ein anderes Afrika-Bild gestartet.

Ke Nako - Afrika Jetzt!

Austrian Development Agancy

vidc

Afrika Vernetzungsplattform

Heute ist der Auftakt der österreichweiten Initiative Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!

 

Damit richtet die Austrian Development Agency (ADA) gemeinsam mit dem Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (vidc) und der Afrika Vernetzungsplattform, einer Allianz von afrikanischen Communities in Österreich, noch vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 die volle Aufmerksamkeit auf Afrika.

 

Die Initiative umfasst eine umfangreiche Veranstaltungs- und Aktionsreihe in ganz Österreich. Sie wird bis zum Ende der Fußball-WM die Vielfalt des afrikanischen Kontinents aufzeigen und soll einen Beitrag dazu leisten, das gängige Afrika-Bild zu hinterfragen und zu erweitern. „Südafrika wird als erstes afrikanisches WM-Gastgeberland im Zentrum des sportlichen und populären Interesses stehen. Mit Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! nützen wir die Gelegenheit, die sich durch dieses Großereignis bietet. Ke Nako, ein Begriff aus der Sotho-Sprache, bedeutet „Es ist Zeit“ – und das war für uns ein wichtiges Stichwort: Auch in Österreich ist es höchste Zeit, den Blick auf Afrika zu überdenken“, so Öppinger-Walchshofer zum Start der Initiative Ke Nako Afrika – Afrika jetzt!.

 

Welches Bild haben wir im Kopf, wenn wir an Afrika denken?

 

Noch immer wird Afrika als Kontinent der Krisen und Katastrophen gesehen. Kaum ein anderer Begriff wurde in den vergangenen Jahrzehnten so sehr zum Synonym für grenzenloses Elend wie „Afrika“. Negative Stereotypen dominieren in der Öffentlichkeit, und Afrikanerinnen und Afrikaner werden bestenfalls in der Opferrolle wahrgenommen. Wichtiges Ziel dieser von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Initiative ist es daher, positive und differenzierte Seiten Afrikas zu zeigen – und vor allem das Bild in unseren Köpfen zu hinterfragen und zu erweitern.

 

Aktionen und Veranstaltungen bis zur WM im Juni

 

Das Programm von Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! umfasst österreichweite Aktionen und Veranstaltungen von Bildungs-, Kultur- und zivilgesellschaftlichen Organisationen und reicht von Aktionen für Schulen über Diskurse und Dialogangebote bis hin zu Konzerten, Medienprojekten, Musikprogrammen und künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum. „Das vidc versteht sich bei dieser großangelegten Initiative als Kontakt- und Koordinationsstelle. Wir leisten Netzwerkarbeit und unterstützen die Ausführenden bei Projektentwicklung und Umsetzung. Zudem bieten wir KünstlerInnen-Vermittlung für Veranstaltungen, Konzerte und Kunstprojekte“, so Bella Bello Bitugu, Projektleiter Sport für Entwicklung bei vidc.

 

Involvierung der afrikanischen Community in Österreich

 

Zentraler Kooperationspartner der Initiative Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! ist die afrikanische Community in Österreich, die sich vor Kurzem unter dem Dach der Afrika Vernetzungsplattform zusammengetan hat, um ihre Anliegen besser und effektiver transportieren zu können und Synergien zu schaffen. Im Rahmen der Initiative Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! werden daher auch zahlreiche Projekte und Veranstaltungen afrikanischer Organisationen vertreten sein. „Mit Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! wollen wir ein buntes Afrika zeigen, ein modernes Afrika, einen Kontinent der Zukunft. Afrika hat viele hierzulande unbekannte Aspekte und Seiten – ob in Kultur, Sport, Gesellschaft oder Wirtschaft. Diese Seiten wollen wir zeigen. Wir wollen Bewusstseinsarbeit machen und in der österreichischen Öffentlichkeit mehr Verständnis für afrikanische Themen und Anliegen schaffen“, so Alexis Nshimyimana Neuberg, Obmann der Afrika Vernetzungsplattform.

 

Atelier Afrika – Interkultureller Journalismus

 

Ein Kernstück von Ke Nako Afrika – Afrika jetzt! ist eine Kooperation der ADA mit der Universität Wien. Unter dem Titel „Atelier Afrika“ setzen sich Studierende am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft im Austausch mit Studierenden von zwei afrikanischen Universitäten, nämlich Kampala und Addis Abeba, mit dem medialen Afrika-Bild auseinander. Das Ziel der kritischen Analyse ist es, Stereotypen in der Afrika-Berichterstattung zu demaskieren, Alternativen zu entwickeln und in redaktioneller Kooperation mit den afrikanischen Studierenden konkret auszuprobieren. „In einer Online-Redaktion soll eine gemeinsame Artikelserie entstehen, die Anfang 2010 veröffentlicht wird“, so der Leiter der Lehrveranstaltung, Univ.-Prof. Dr. Thomas Bauer vom Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Uni Wien. „Die große Herausforderung ist, dass wir mit den Methoden von Web 2.0 arbeiten. Der Austausch zwischen Afrika und Wien wird also vor allem über über Skype und Internet ablaufen.“

 

weitere Informationen:
Austrian Development Agency (ADA)
Mag. Heidi Liedler-Frank
Tel.: +43 (0)1 90399-2400
E-Mail: heidi.liedler-frank(at)ada.gv.at
www.entwicklung.at

Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (vidc)
Franz Schmidjell, Tel.: +43 (0)1 7133594-82
E-Mail: schmidjell(at)vidc.org
www.vidc.org



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